PREIS DER NATIONALGALERIE FÜR JUNGE KUNST GESTIFTET VON DEN FREUNDEN DER NATIONALGALERIE

Das »Neue Berlin wird immer mehr Ort des lebendigen Austausches von Ideen und des Diskurses über verschiedene Kunstrichtungen. Täglich begegnen sich Künstler aus aller Welt in dieser Stadt, immer mehr junge Galeristen präsentieren deren Kunst und die Kunstmesse »Artforum« im Herbst jeden Jahres schafft einen repräsentativen Überblick zur Zeitgenössischen Kunst.
Der »Hamburger Bahnhof« ist – seiner Bestimmung gemäß – seit seiner Eröffnung im Herbst 1996 ein Ort der Auseinandersetzung, der Präsentation und der Diskussion aktueller Kunst. Dieser frühere Bahnhof, jetzt »Museum für Gegenwart Berlin«, ist das Haus für die Kunst des 21, Jahrhunderts im Dreiklang der Nationalgalerie mit der »Alten Nationalgalerie«, der »Neuen Nationalgalerie« und dem »Hamburger Bahnhof«.
Spiegelbildlich zu diesem Aufbruch in der Kunstszene Berlins erfährt die Stadt die Gründung vieler neuer Unternehmen durch junge kreative Talente im Bereich der neuen Medien und der Gentechnologie.
Um diese das 21. Jahrhundert bestimmenden Aktivitäten von »Art and Sciences« zu unterstützen und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft zu unterstreichen, hat der Verein der Freunde der Nationalgalerie einen Kunstpreis gestiftet: Vier von der Jury ausgewählte Künstler, die in Deutschland arbeiten und unter 40 Jahre alt sind, erhalten die Möglichkeit, im »Hamburger Bahnhof« eine neue Arbeit auszustellen. Die ersten Preisträger sind Olafur Eliasson, Katharina Grosse, Christian Jankowski und Dirk Skreber, deren Ausstellung am 28. September 2000 in der großen historischen Halle des »Hamburger Bahnhofs« eröffnet wird und bis zum 6. Januar 2001 zu sehen ist.
Am 6. Dezember 2000 wird die Jury aufgrund der vier ausgestellten Arbeiten den 1. Preisträger ermitteln, der während eines Gala-Dinners bekannt gegeben wird und den Barpreis von DM 100.000 erhält. Die Vergabe dieses hochdotierten Preises und die Ausstellung der vier Künstler, die der Preisvergabe vorausgeht, sollen das Interesse für die Kunst unserer Tage stärken, das Verständnis in weiten Kreisen der Bevölkerung für die Sprache junger Künstler wecken und erweitern und die Künstler selbst ermutigen.

[Textauszug aus dem Ausstellungskatalog]

Preisträger

Dirk Skreber

geb. 1961 in Lübeck, Deutschland

Werkbeschreibung

In drei quadratischen Räumen mit dem Innenmass von 6.20 Meter auf 6.20 Meter befindet sich je ein Bild. Es hängt auf der dem Eingang gegegenüber liegenden, geweissten Wand. Die anderen Wände sind naturbelassen (Seitenwände: Pressspan, Eingangswand: Kistensperrholz). Die Räume stehen nebeneinander, ihnen ist ein Fussgängertunnel vorgelagert, wie er auf Baustellen steht. Von dem Fussgängertunnel aus begeht man jeweils eine von drei Schleusen, die in jeweils einen der drei Räume führen. Die Schleusen verjüngen sich in Richtung Raum, der Eingang sollte am engsten Punkt das Maß von 180 cm zu 60 cm haben. Durch die Verjüngung wird beim Betreten der Räume ein plötzlicher Effekt der Aufatmung erzeugt. Der Tunnel steht quer zu den Räumen, er läuft an den Zugängen entlang. Der Abstand der Tunnelrückwand zu den vorderen Raumwänden beträgt 150 cm. Der Abstand zwischen den Räumen beträgt 50 cm.

[Textauszug aus dem Ausstellungskatalog]

Jury

Eugen Blume
Kurator Hamburger Bahnhof
Anatol Gotfryd
FREUNDE der Nationalgalerie
Rolf Hoffmann
FREUNDE der Nationalgalerie
Peter-Klaus Schuster
Generaldirektor der Museen Preussischer Kulturbesitz, Berlin
Claudia Tetzner
FREUNDE der Nationalgalerie
Bice Curiger
Kuratorin und Herausgeberin von Parkett, Zürich
Udo Kittelmann
Direktor des Kölner Kunstvereins

Impressionen

Publikationen & News

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25 Jahre Preis der Nationalgalerie / Jubiläumsempfang in der Neuen Nationalgalerie / BMW Art Car / FREUNDE der Nationalgalerie © Romana Eder-Grabher

Partnerschaft mit BMW

Seit 2006 ist BMW Partner des Preis der Nationalgalerie und bekräftigt auch zukünftig sein Engagement für diese bedeutende Auszeichnung.
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25 Jahre Preis der Nationalgalerie – Die Freunde der Nationalgalerie geben zum Jubiläum neue Ausrichtung und neuen Ort bekannt.
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