Exklusiver Empfang anlässlich des 13. Preis der Nationalgalerie 2026, gefördert durch BMW im Caffé Lavena, San Marco, Venedig / v.l.n.r. ThomasGirst (Global Head of Cultural Engagement, BMW Group), Emma Lavigne (General Director, Pinault Collection), Christian Kohorst (Vorstand, FREUNDE der Nationalgalerie), Sina Jentzsch (Managerin Projekte und Ausstellungen, FREUNDE der Nationalgalerie), Lisa Botti (Kuratorin, Neue Nationalgalerie), Klaus Biesenbach (Direktor, Neue Nationalgalerie) und Maurizio Cattelan / Foto © Romana Eder-Grabher, 2026Vielmehr sind alle vier viel gefragte Künstlerpersönlichkeiten, die auf den Biennalen der Welt präsent waren und deren Werke in Einzelausstellungen in Oxford, London, Warschau, Zürich und anderen Orten bereits vorgestellt wurden. In der Kleihues-Halle des Hamburger Bahnhofs treten sie nun in einer Ausstellung, die zum großen Vergleich einladen soll, gegeneinander an. Jeder Künstler muss ein neues Werk präsentieren, wobei alle Medien zugelassen sind: von der Skulptur über Video und Film bis hin zu größeren Installationen. Entscheidend ist allein die Wirkung und die Qualität des jeweiligen Auftritts.
Die vier Positionen, die in der Ausstellung aufeinander treffen, können kaum unterschiedlicher sein. John Bock ist mit schelmisch-grotesken Performance-Werken bekannt geworden, die Wissenschaft und Kunst zusammen führen und dabei ganz auf eine Ästhetik des Absurden setzen. Monica Bonvicini ist reduzierter, aber nicht weniger radikal: Sie geht von sozial-politische Gegebenheiten der Gesellschaft aus und produziert Skulpturen oder Installationen, die die Wirkung des Körpers im Raum offensiv erfahrbar machen. Angela Bulloch irritiert durch eine kühle Ästhetik: ihre klaren, strengen Arbeiten sind von den Regeln und Bildern der Gesellschaft abgeleitet und werden als Installationen oder Skulpturen selbst zu rätselhaften, abstrakten Chiffren. Anri Sala schließlich ist bislang mit Filmen in Erscheinung getreten, in denen aus scheinbar unspektakulären Ereignissen hochpoetische Welten entstehen. Seine Arbeiten sind intensiv und emotional, was angesichts der Alltäglichkeit des Gefilmten besonders überrascht.























